AK_CCM - 6.3.2010 um 14:36
Hallo in die Runde,
warum werden einige kleine g's unten an Stelle eines "abgerundeten Hakens"
mit einem "Kringel" dargestellt? Gibt es dafür einen Fachbegriff?
Gruß, Andreas
preusss - 6.3.2010 um 14:55
Es gibt zwei verschiedene Formen des kleinen g: das s.g. Brillen-g mit
kleiner o-Form oben und Schlaufe unten (wie in den meisten Antiquas) und
jenes, was du als »abgerundeten Haken« bezeichnest. Dies ist die modernere
Form, die selten bei einer Antiqua aber oft bei SansSerif-Schriften
verwendet wird.
Neuerdings gibt es auch die alte Antiqua-Form mit verkrüppelter Schlaufe
(oder offener Punze, wenn das besser klingt), um durch diese Schlaufe nicht
so weit in den unteren Raum vordringen zu müssen. Diese Verschleifungen,
Änderungen und neuen Versuche sind zu jeder Zeit unternommen worden und
zeigen nur an, dass auch Formen für Buchstaben nicht endgültige, absolte
Werte – sondern auch Änderungen unterworfen sind. Zeitgeschmack, besondere
Einsatzgebiete oder persönliche Vorlieben machen Änderungen möglich.
preusss
AK_CCM - 7.3.2010 um 02:28
Besten Dank für die umfassende Auskunft. Hatte fälschlicherweise vermutet,
dass das Brillen-g entwickelt wurde, um sich deutlicher vom kleinen q zu
unterscheiden – auf eine modebedingte Entwicklung wäre ich nicht
gekommen.
Selbst bin ich kein Freund des Brillen-g, weil es für meinen Geschmack
etwas altbacken wirkt. Deshalb spiele ich mit dem Gedanken, das Logo
unserer Gesellschaft zu modifizieren. Dessen Schriftzug wurde mit dem Font
Calibri gestaltet. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich ein g einer
anderen Schrift einbauen sollte, das der verwendeten Schrift nahe kommt
oder macht es mehr Sinn, für den gesamten Schriftzug einen anderen Font zu
verwenden?
Andreas
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