Peder - 6.11.2009 um 10:45
Ich bin neu in TypeTool 3 (Mac), hab mich aber schon etwas eingefuchst. Nun
stoße ich auf ein für mich unknackbares Problem:
Mein Font soll unbedingt Monospaced sein (ist eine Art Muster), ich hatte
ihn aber auf Grundlage eines proportionalen Fonts gebaut. Ich habe
1. im Metrics-Fenster alle Weiten vereinheitlicht (die obere Zahl von den
dreien)
2. alle Kernings gelöscht (Metrics / "completely reset kerning in the
current font"))
3. Im Fontinfo bei Key dimensions "Font is monospaced" angecheckt
Im Metrics Fenster stehen die zeichen wie eine 1 in Reihe, ist der Font
aber installiert (als OTF oder TTF) haben z.B. 1en und 2en eine ganz
unterschiedliche Laufweite. *seufz*
- Was kann ich noch tun, um die einheitliche Laufweite zu erzwingen?
- Auch wenn es vielleicht gar kein Kerningproblem ist: Kann man sich die
Liste der exportierten Kerninpaare irgendwo ansehen oder sie einfach
löschen?
Für jeden Hinweis dankbarst
Peder
preusss - 6.11.2009 um 14:45
Vorgehensweite ist weitgehend so, wie ich es auch gemacht hätte. Wichtig
ist, den Button für »monospaced« zu klicken resp. das Häkchen zu setzen.
Das hast du aber gemacht.
Ich denke, aus der Ferne kann ich nicht und nichts kontrollieren, ob es
alles korrekt gemacht wurde. Kontaktiere mich per PM und sende mir notfalls
die Datei her, dass ich nachschauen kann. Weiterhin ist das Satzprogramm
teilweise für schlampigen Umgang mit Laufweiten verantwortlich. Versuchst
du also die neue Schrift in Word zu setzen, InDesign, Quark oder
OpenOffice, Textedit, Pages oder Bean?
Diese Hinweise wären ganz hilfreich. In ID könnte z.B. fälschlicherweise
die optische Laufweitenausgleich (mittels Hz) aktiviert sein, was den
beschriebenen Fehler möglich machen könnte.
preusss
Peder - 6.11.2009 um 15:24
quote: In ID könnte z.B.
fälschlicherweise die optische Laufweitenausgleich (mittels Hz) aktiviert
sein, was den beschriebenen Fehler möglich machen könnte.
Cool, das wars! In Word und Illustrator läuft sie jetzt tatsächlich
monospaced, das war mir beim Testen durchgerutscht zu checken.
Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, wo ich den Laufweitenausgleich in ID
ausschalte – das finde ich nämlich in den Grundeinstellungen nicht. Wenn du
mir da noch einen Tipp geben kannst … und was bedeutet Hz?
Danke fürs Rätsellösen und schönes Wochenende!
Peder
Peder - 6.11.2009 um 15:50
… ach ja: und aufgrund welcher Information erstellt denn ID dann seinen
Laufweitenausgleich, wenn ich alles rausgelöscht habe? Die neuen
Elemente/Glyphen sind alle annähernd gleich breit …
Ich glaube einige Dinge über Fonts kann ich noch lernen.
Thanks again, Peder
preusss - 6.11.2009 um 16:03
Hz ist ein Programm, was ehemals von URW hergestellt wurde und was ein
erstklassiges Programm zur automatischen Laufweiten-Veränderung (je nach
Designgröße) war. Hz ist eine Referenz an den ebenfalls erstklassigen
Schriftgestalter Hermann Zapf, der maßgeblich an der
Entwicklung dieses Programmes beteiligt war. Der Hz(=Hermann
Zapf)-Algorithmus ist das (mathematische) Herzstück in diesem Programm.
Ralf Herrmann beschreibt es hier in seinem TypoWiki ganz gut.
Hz ist in leicht abgewandelter Form in InDesign eingegangen und ist dort
für das s.g. optische Kerning zuständig. Das ist aber nur der eine Teil,
denn optisches Kerning funktioniert nur mit einer (automatischen)
Laufweitenanpassung der Glyphen.
Kann sein, dass genau dieses in deinem InDesign angestellt ist.
Kontrolliere dies mal bei Gelegenheit…
preusss
Peder - 6.11.2009 um 16:44
Gut, jetzt hab ich die Fuktion auch in InDesign gefunden. Ist keine
Grundeinstellung sondern ein Schriftattribut in der Kontrolleiste. Die habe
ich sonst natürlich immer eingestellt gelassen, aber wenn ich es jetzt auf
0 stelle, läuft es glatt 
Alles bestens, danke!
Peder
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