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Fonts: Konsens, eine neue Serifenlose von Hubert Jocham
Gepostet von: Ingo Preuß
Hubert JochamEine Schrift, die wirkt als wäre sie konstruiert...

Deutschland hat eine starke Tradition von Industrieschriften, die meist von Ingenieuren konstruiert wurden und demzufolge auch keinerlei künstlerischen Anspruch haben. Sie sind absolut sachlich und nüchtern bis hin zur Aufgabe aller Individualität. Die Formen scheinen aus Kurven und Rechtecken zu bestehen. DIN Mittelschrift ist wohl die bekannteste Vertreterin. Aber auch die Schrift der alten Autokennzeichen.

Seit der »Romain du Roi« wissen wir über die Schwierigkeit eine Schrift geometrisch zu konstruieren. Aus optischen Gründen können keine reinen Kreise und Striche mit gleicher Stärke verwendet werden. Deshalb muss es das Ziel sein, die Formen so zu zeichnen, dass sie sich konstruiert anfühlen. Auf der unteren Illustration erkennt man, dass die finale Schrift denn auch ganz anders ist, als die zugrunde liegende Konstruktion. Und gerade deswegen hat die Konsens auch nicht diesen gestelzt ätzenden Charme rein konstruierter Schriften, sondern wirkt flüssig. Und sogar in sehr kleinen Graden erstaunlich gut lesbar und frisch.
Sie stellt also eine willkommene Abwechslung und Alternative dar, wenn es darum geht, den momentan so oft verwendeten technoiden Charakter einer ISO-NORM und DIN-Schrift zu bemühen.

Der Entwurf einer Schrift ist eine Inszenierung. Wie stark geschminkte Schauspiele müssen die Zeichen einer Schrift überhöht sein, um in ihrer Anmutung eindeutig zu sein, auch in der Verkleinerung.

Konsens hat 9 verschiedene Gewichtungen von Light bis Ultrabold mit jeweils Italic.

Zusätzlich gibt es eine Headline Variante als Stencil. Sie hat auch 9 verschiedene Gewichtungen, jedoch keine Italics.

Ich arbeite an einer gerundeten Version, bin mir darüber aber noch nicht sicher.

Konsens

Konsens

Konsens

Konsens

www.hubertjocham.de/item.php/type/sans/Konsens/
www.hubertjocham.de/item.php/type/sans/KonsensSten/
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