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Sammelsurium: Echter Typendruck schon 1119 in Bayern
Gepostet von: Andreas Seidel
Der Sprachwissenschafter Prof. Dr. Herbert E. Brekle zeigt in seiner gerade bei Scriptorium erschienenen Arbeit »Die Prüfeninger Weiheinschrift von 1119«, daß das Prinzip des Typendrucks schon vor Gutenberg in Nordeuropa genutzt wurde, sich aber noch nicht durchsetzen konnte.

Das Kloster Prüfening in Regensburg wurde 1119 geweiht. Aus dieser Zeit stammt die Prüfeninger Weiheinschrift, eine etwa 26 x 41 cm große Tontafel, die nicht nur aufgrund ihrer historischen Bedeutung, sonderen auch ihrers markanten...

... scharfen Schriftbildes wegen Beachtung fand. So z.B. bei Prof. Otto Hupp, bekannt für seine liturgischen Buchausstattungen und Schrifttypen, die der Schriftgießerei Gebr. Klingspor, neben der Eckmann-Schrift, erste Beachtung einbrachten. Das Design der Typen ist eine frühe Übergangsform. Noch der römischen Kapitalisschrift verhaftet, aber schon mit deutlich gotischen Anklängen. Die Klarheit zieht die Tafel aus dem Umstand ihrer typographischen (mechanischen) Art der Herstellung. Diese Tontafel stellt somit eine der ältesten typographischen Werke Nordeuropas dar.

Brekle führt in seiner Arbeit aus, daß es sich bei diesen in Ton gepreßten Formen um Abdrucke von speziell für diesen Zweck aus Holz (oder Blei) geschnitzten Lettern handelt. Die Lettern wurden einzeln nacheinander, zeilenbildend in die noch feuchte Tonplatte eingedrückt, d.h. Setzen und Drucken war ein Arbeitsgang, ähnlich der Arbeitsweise einer mechanischen Schreibmaschine. Brekle folgert, wären die damaligen Randbedingungen bessere gewesen, hätte die Entwicklung die Gutenberg einleitete, früher erfolgen können. Die entscheidende theoretische Einsicht haben die Prüfeninger Mönche besessen.

Die ausgesprochen gut gestaltete Broschüre ist direkt über Scriptorium, Verlag für Kultur und Wissenschaft, Regensburg für 7,80 Euro oder im Buchhandel erhältlich.

Herbert E. Brekle, Die Prüfeninger Weiheinschrift von 1119, ISBN 3-937527-06-0


Herbert E. Brekle (Jahrgang 1935) arbeitete als Schriftsetzer und Korrektor, studierte Anglistik, Romanistik und Philosophie, ist Fachautor und Sprachwissenschaftler an der Universität Regensburg. Interessant sind seine Veröffentlichungen im Gutenberg Jahrbuch z.B. über die Herkunft des ß (eszett).

Notiz: Beitrag zur Prüfeninger Inschrift in TV-Sendung:
So. 17.07.2005, Bayerisches Fernsehen, Sendung: "Aus Schwaben und Altbayern" um 18.05 Uhr
Begrenzung
Für den Inhalt der Kommentare sind die jeweiligen Verfasser verantwortlich.
Re: Echter Typendruck schon 1119 in Bayern (Punkte: 1)
von Dan_Reynolds (daniel_j_reynolds AT hotmail DOT com)
am 29 Jun 2005 - 14:05
(Benutzerinfo | Verfasser PM schreiben)
So, die Bayern waren immer etwas fortgeschrittene, oder ;-) ?

Im ernst, das klingt schon wie etwas, oder? Ich frage mich, was anderen dazu denken.


Re: Echter Typendruck schon 1119 in Bayern(Punkte: 0)
von Gast am 14 Jul 2005 - 12:07
Kann jemand die Sendung bzw. den Beitrag digital mitschneiden?




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