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Der Buchstabe ist ein Instrument visueller Kommunikation. Im Wort versteckt, bemerkt ihn der eilige Leser kaum. Seine vornehmste Aufgabe ist es, sich so wenig wie möglich hervorzutun. --- Massin
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Vor ein paar Tagen habe ich, wie einige andere schon zuvor, mein PAGE-Abo gekündigt. Die Artikel haben mich in den letzten Jahren immer seltener angesprochen – teilweise hatte ich schon den Eindruck, dass zum Thema Schrift und Typografie nur noch überarbeitete Pressetexte abgedruckt waren :-(
Um so gespannter war ich auf die neue 9,90 EUR teure typoPAGE 02.2005, die seit dem 11. Mai am Kiosk erhältlich ist...
Los geht die typoPAGE mit einem »Typo-Einmaleins«. Die Informationen die hier geboten werden sind wohl eher für absolute Typo-Laien gedacht. Die recht allgemein gehaltene Schriftklassifikation nach DIN 16518 (ist es Absicht, dass die Melior hier in Gruppe IV und V gelistet wird?) kann genauso wenig überzeugen wie das Typo-Glossar mit seinen gerade mal 18 Einträgen. Auch die folgenden Artikel sind Anfängerwissen und kann man so, oder so ähnlich, in jedem Typo-Buch finden (u.a. aus »DetailTypografie«). Weiter hinten erfährt der Leser, wie man mit einem über 10 Jahre altem Schriftbearbeitungsprogramm eigene Zeichensätze im Pixelstil erzeugen kann.
Den größten Teil der typoPAGE (knapp 100 Seiten) aber nehmen die unveränderten Nachdrucke einiger in den letzten 4 Jahren erschienenen Schrift-Rezessionen der PAGE ein. War die Zeit zu knapp, um zumindest ein Auge auf den Artikel über die FF Legato zu werfen (hier wird behauptet, Evert Bloemsma würde demnächst in Arnheim unterrichten)?
Natürlich gibt es in der typoPAGE auch neuere Beiträge. Zum Beispiel erläutert ein Artikel Grundlegendes zu lizenzrechtlichen Bestimmungen von Schriften – auch der Standpunkt einiger Fontdistributoren zum Einbetten von Schriften (z.B. in PDF-Dateien) wird aufgezeigt. Die Artikel zur Entwicklung der verschiedenen Schriftformate und zur Schriftverwaltung sind kompetent geschrieben. Auch wenn die Linkliste zu Font-Seiten im Intenet wieder sehr international gehalten ist, im vorderen Teil fand sich noch eine Lücke, in dem auch die wichtigsten deutschen Seiten gelistet sind (u.a. das typeFORUM, Typolis, dies, das und jenes). Interessant ist auch der Artikel in dem einige Foundries zur Vermarktung ihrer Schriften zu Wort kommen. Am Schluss der typoPAGE findet man schließlich eine Übersicht einiger wichtigen Schrifthändler (und deren Fonts). In dieser knappen Form wirkt diese auf mich aber leider eher wie eine lange Anzeigenstrecke.
Nun, kaufen würde ich diese typoPAGE trotzdem wieder; ich stehe nun mal auf solches Zeug ;-) Empfehlen kann ich sie aber nur bedingt: interessant dürfte sie wegen der vielen recycelten Artikel vor allem für Nicht-Abonnementen sein. Am besten sie am Kiosk selber mal in die Hand nehmen und sich ein Bild davon machen.
MiCHi
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Re: Lohnt sich die typoPAGE?(Punkte: 0) von Gast am 14 Mai 2005 - 13:12 | | Es ist ja bekannt, daß die PAGE immer dünnere Bretter bohrt. Die Sache mit Herrn Bloemsma ist wirklich der Hammer und zeigt wie nah die Redaktion an den Szene dran ist. |
Re: Lohnt sich die typoPAGE?(Punkte: 1) von Lukas_Hoeh am 30 Mai 2005 - 14:56 (Benutzerinfo | Verfasser PM schreiben) | | Beginnt uninteressant, macht weiter mit gefährlichem Halbwissen und endet mit den üblichen Leckerbissen der Page. Für 9 Euro absolut okay! |
Re: Lohnt sich die typoPAGE?(Punkte: 0) von Gast am 23 Jun 2005 - 23:04 | TYPOlis... "wichtigsten, deutschen Seiten"...?
hallo...
um ehrlich zu sein kann dies doch nur ein scherz sein.
typolis hat ein paar kleine, interessante details und bietet die übliche bandbreite an typoinfo, aber mehr auch nicht.
die plakate sind auch eher mäßig gestaltet.
was zur hölle soll also typolis in der aufzählung...
darüber hinaus fehlt wirklich decodeunicode.org |
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