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Historisches: Versal-SZ...?
Gepostet von: Ingo Preuss
Bei den Typo-Tagen 2003 in Leipzig wurde von Andreas Seidel eine Kuriosität zum Besten gegeben, die selbst den anwesenden Typomaniacs unbekannt war: der ersthafte Versuch (des DDR-Duden-Verlages), ein versales SZ zu etablieren. Dieses Thema scheint etliche (auch moderne) Typedesigner heftig zu interessieren, wie man u.a. den Schriftproben Stötzner's »Andron« entnehmen kann.

Andreas sendete mir entsprechende Scans, die ich euch hier nicht vorenthalten möchte.

DER GROßE DUDEN
15. Auflage
Herausgeber: Horst Klein
Verlag: VEB Bibliographisches Institut, Leipzig, 1965

Lektorat: A.M. Uhlmann
Verlagsleiter: Dr.h.c. Heinrich Becker
Einband: Herbert Wiederroth



[1] Titelseite »DER GROßE DUDEN«; herrliches Blau mit Goldprägung...



[2] Schmutztitel der oben genannten Ausgabe. Man beachte die durchgängige Verwendung des »versalen ß«, eine Novität, die in der unteren Abbildung [3] hinreichend erklärt wird.



Ich zitiere die nachfolgende Textpassage noch einmal, damit vielleicht auch die Suchmaschinen diese Passage genußvoll archivieren können:

»Das Schriftzeichen ß fehlt leider (!) noch als Großbuchstabe. Bemühungen, es zu schaffen, sind im Gange. Es wird jetzt noch (!) ersetzt durch SS oder, falls Mißverständnisse möglich sind, durch SZ.

(Ausrufezeichen in Klammern von mir hinzugefügt)
Die großen Abbildungen kann man auch in unserer Galerie finden.
Begrenzung
Für den Inhalt der Kommentare sind die jeweiligen Verfasser verantwortlich.
Re: Versal-SZ...?(Punkte: 1)
von plubird am 03 Jul 2003 - 11:32
(Benutzerinfo | Verfasser PM schreiben)
zu dieser Diskussion gab es auf typografie.info ein Diskussion. Da sich anscheinend auser mir niemand wirklich dafür interessiert hat, hab ich nicht weiter groß nachgeforscht bzw. gesucht. Nach den Informartionen aus verschiedenen Quellen müssten tatsächlich Versionen von Versal-ß existieren. Vielleicht findet von euch jemand so eine Kuriosiät.

http://www.typografie.info/portal/mod.php?mod=forum&op=threadview&topicid=300&forumid=2


Re: Versal-SZ...?(Punkte: 0)
von Gast am 05 Jul 2003 - 00:55
Ein Leipziger Duden von 1965 mit versalem ß in titeloffizieller Schönheit - da hat Andreas Seidel wohl eine wirkliche Typo-Pretiose ausgegraben! Es ist vielleicht kein Zufall, daß gerade heute soetwas wieder auf den Plan tritt, wo alle Welt von »Glyphen« redet und das Reich der Zeichen jenseits der 26 neu zu entdecken scheint. Dabei kann jeder sehen, daß unser Alphabet nicht einfach ein ewig festgefügter Standard ist, sondern auch eine Entwicklungsmethodik verkörpert und eigentlich immer neue Zeichen hervorgebracht hat.

Es sei erinnert: unsere Buchstaben j(J), u(U) und w(W) sind nicht ursprüngliche Alphabetmitglieder, sondern graphemische Modulanten, die sich nach einer Phase ambivalenten Gebrauchs von Varianten von i bzw. v irgendwann als eigenständige Buchstaben etabliert hatten. - Warum also nicht über eine versale Form des im Deutschen sprachlich sehr wichtigen ß nachdenken? Das wäre zwar in gewissem Sinne ahistorisch, aber wer einmal eine Titelzeile »IM MASSSTAB EINER NUSSSCHALE« setzen muß, sieht, daß es hier durchaus typographischen Handlungsbedarf gibt.

Man sollte mit einer morphologischen Überlegung an die Sache herangehen. Das sogenannte lange s schied sich vom sog. kurzen bereits in der Antike, also zu einer Zeit, da von Kleinbuchstaben noch lange nichts zu ahnen war. Und Inschriften zeigen: Großbuchstaben wurden mitunter sehr beherzt ligiert (man schrieb ja GROSS!). Setzt man also ein versales »langes S« mit geradem Unterteil und ein versales »kurzes« S voraus, fragt sich nur noch, wie gut diese beiden ligierbar sind. - Ob man ein solches Zeichen dann benutzen möchte, ist eine andere Frage.

Dem habe ich nur noch eine kleine Begebenheit am Rande schlußendlich hinzuzufügen. Vor etwa einer Woche bekam ich von Erik Spiekermann persönlich eine gepfefferte Abmahnung, weil ich zu den Kapitälchen der Andron ein Kapitälchen-ß gezeichnet hatte, etwa sinngemäß: »das ist falsch! wenn Sie nochmal sowas machen, rede ich nie wieder mit Ihnen!« (Das hat man davon, wenn m

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