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Autor: Betreff: versal ß - HEIßE Kiste

Newbie




Beiträge: 1
Registriert: 2.8.2006
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  erstellt am: 2.8.2006 um 17:00
Ich halte eine Ligatur aus SS oder besser aus SZ für sinnvoll, auch übrigens bei den Minuskeln, weil international das ß gern als B missverstanden wird. Das Lang-s existiert heute nicht mehr. Also: sz und SZ bzw. ss und SS, aber eng zusammengeschrieben als Ligatur wie bei oe und ae und OE und AE im Dänischen.

--
Nissen

 
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Beiträge: 39
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  erstellt am: 15.5.2007 um 22:51
Hallo
Stolper gerade via heise-Meldung über die Diskussion hier
quote:

Schöner Buchstabe in der Schrift Adana. Wenn ich aber nur die erste Zeile vor mir habe, lese ich zunächst GROBSTADT.

Könnte das an der Serife oben links liegen? Die scheint mir zuviel Ähnlichkeit mit dem B zu provozieren. Bei den Vorschlägen von preuss scheint das versale ß eindeutiger, weil ohne Serife. Also in Adana auch ohne oder mit tiefer angestzterer Serife (wo sie beim kleinen langen s ca. wäre)?


[Editiert am 15/5/2007 von Mueck]



[Editiert am 16/5/2007 von Mueck]

 
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Junior Member




Beiträge: 39
Registriert: 15.5.2007
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  erstellt am: 15.5.2007 um 22:59
quote:

»Es gibt kein großes Lang-S« – NICHT richtig. Es gibt die langgestreckte Form des S in Italien (z.B. Pompeji) seit der Antike (mindestens 1. Jh.), also in einer Phase, als es den Groß/Kleinbuchstaben-Unterschied überhaupt noch nicht gab. Es ist also falsch zu behaupten, die Existenz eines langen s ist an die Minuskeln gebunden.



Nachdem nun das versale ß den Durchbruch im Unicode geschafft hat/haben könnte (?), wäre das wohl die nächste Herausforderung?

 
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Beiträge: 810
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  erstellt am: 16.5.2007 um 10:12
Man sollte unterscheiden, ob eine Schrift prinzipiell SERIFEN hat oder eben KEINE (SansSerif). Und je nachdem, ob oder ob nicht sollten ALLE Buchstaben eine Serife haben – oder eben keine. So auch das Eszett – egal ob groß oder klein.

Es gibt noch keine ’verbindliche’ Form für diesen Buchstaben. Alle hier gezeigten Formen sind Vorschläge gestandener Schriftgestalter, die Geld dafür bekommen, Probleme mit Schriftzeichen zu lösen. Egal, ob es sich um ein A, ein @ oder ein g handelt – oder um ein Eszett. Und ich bin in dem Glauben, dass es nicht DIE verbindliche Form geben wird. Es wird Konventionen geben; den Rest regelt die Zeit…

[preusss]

--
Wer meint, er verstehe was von Schrift, weil er es ja lesen könne, irrt sich gar sehr. (Jan Tschichold)

 
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Beiträge: 1
Registriert: 16.5.2007
Status: Offline

  erstellt am: 16.5.2007 um 14:54
In Wilbergs Typolemik ist ein ganz netter Abschnitt zur Genese des ß. Er beschreibt dort, dass er zwar seinen Studenten über Jahre hinweg predigte, dass das ß aus ss entstanden sein, er aber kürzlich Quellen gefunden hat, die belegen, dass es sich doch aus sz entwickelte.

Ich wäre dafür, dass wir vor diesem Hintergrund die Sache konsistent halten und aus den Versalien SZ eine entsprechende Ligatur entwickeln.

Viele Grüße

Ingmar

 
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Beiträge: 810
Registriert: 9.6.2002
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  erstellt am: 16.5.2007 um 15:10
Vornweg: Ich halte sehr viel von Willberg.

ABER: Im speziellen Falle denke ich aber, dass Herr und vor allem FRAU (Die Arbeit von Frau Uta Stötzner fällt komischerweise immer unter den Tisch, dabei hat gerade sie im besagten Heft einen Großteil recherchiert und zusammen getragen) Stötzner bedeutend genauer und präziser recherchiert haben.

All das, was sie herausgefunden haben, ist in das kleine Heft SIGNA 9 geflossen, was man sich bei signographie.de erwerben kann. Ich bitte all jene, die im Falle des versalen Eszett qualitativ hochwertig mitreden möchten, sich dieses Heft zu erwerben. Man möchte nicht permanent und immer wieder auf immer wieder die gleichen Argumente eingehen.

Das hier wieder aufgegriffene SZ-Argument ist eines davon, was ich bald nicht mehr hören kann…
Es ermüdet, macht aggressiv – und das Gegenüber versteht die Mißstimmung nicht.

Also: Bitte. Kauft dieses Heft. Es macht euch nicht arm, sondern bedeutend reicher. Und ihr wisst endlich, worum/warum und vor allem: WORÜBER ihr redet. Tut mir leid…

[preusss]

--
Wer meint, er verstehe was von Schrift, weil er es ja lesen könne, irrt
sich gar sehr. (Jan Tschichold)

 
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Beiträge: 1
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Status: Offline

  erstellt am: 16.5.2007 um 20:24
Hallo!

Nachdem ich auch über die Meldung beim Heise Newsticker auf dieses Forum gestoßen bin, möchte ich meine Idee zum "Großen ß" vorstellen.
Ich habe schon vor langer Zeit darüber nachgedacht, wie man denn so ein Zeichen darstellen könnte, denn das "SS" ist einfach nicht richtig, das "SZ" zu ungewohnt und in einem Großbuchstaben-Wort plötzlich einen Kleinbuchstaben zu schreiben schaut grauenvoll aus.

Ich bin von der Annahme ausgegangen, dass sich das "ß" aus dem "sz" entwickelt hat (wenn man diesen Thread durchliest, dann ist das wohl auch nicht mehr so sicher&hellip. Darüber hinaus wird in machen Schriftarten das "Z" mit einem Querstrich versehen.
Daraus habe ich – um beim "S" zu bleiben, aber das "Z" doch mit einzubauen – mir dieses Zeichen ausgedacht:



Was haltet ihr davon?


Grüße,

SprMa

 
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Beiträge: 810
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Status: Offline

  erstellt am: 16.5.2007 um 20:42
Es ist nett, dass ein Thread, der seit fast einem Jahr nicht mehr aktiv war, nun durch einen Fremdartikel wieder Zulauf erfährt :-)

Zu deinem Vorschlag:
Ich muss dir mitteilen, dass es dieses Zeichen in dem hier schon vielfach genannten Heft SIGNA 9 bereits gibt. Herr Stötzner hat genau diese Seite mit den vielen, vielen Vorschlägen (die nicht alle von ihm stammen) auf der Website http://www.signographie.de/cms/signa_9.htm als PDF extrahiert (Glyphenvergleich Versal-ß). Dort wirst du also deine ’Erfindung’ sehen können…

Aber ich schreibe es gerne noch einmal: wer sich ernsthaft mit diesem Thema auseinander setzen möchte, wird nicht umhin kommen, und sich dieses Heft kaufen müssen. Dort ist fast jeder Aspekt dieser Glyphe erschöpfend behandelt. Und es ist sehr löblich, wenn Stötzner außerdem sehr viele Details zusätzlich auf seiner Website anbietet – wie z. B. diese PDF-Datei…

[preusss]

--
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Beiträge: 39
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Status: Offline

  erstellt am: 16.5.2007 um 23:05
quote:
Man sollte unterscheiden, ob eine Schrift prinzipiell SERIFEN hat oder eben KEINE (SansSerif). Und je nachdem, ob oder ob nicht sollten ALLE Buchstaben eine Serife haben – oder eben keine. So auch das Eszett – egal ob groß oder klein.


Nun ja… würde man im besagten Beispiel die Dresdner Form nehmen wie an anderer Stelle, hätte es oben links einen Bogen und damit keine Serife, wohl aber noch Serifen an anderen Stellen. Und täte man sich am kleinen langen s orientieren, säße sie eben tiefer… Wobei diese Serife nicht in allen Serifenfont drin ist, einige beschränken sich auch beim langen s auf Serifen nur unten. Oder gibt es einen zwingenden Grund, bei dem Beispiel die Serife in dieser Form an dieser Stelle zu haben?

 
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Beiträge: 39
Registriert: 15.5.2007
Status: Offline

  erstellt am: 16.5.2007 um 23:15
quote:
Es ist nett, dass ein Thread, der seit fast einem Jahr nicht mehr aktiv war, nun durch einen Fremdartikel wieder Zulauf erfährt :-)


Hachja, das konnte man mal wieder zum Anlass nehmen, sich ein wenig in der Typographie zu verlieren zur Entspannung
Hab’s vorhin immerhin geschafft, meinem Vista-Schlepptop mit ’nem Tastaturlayoutprogrämmchen von MS beizubringen, mit AltGr-s ein langes s ins Dokoument zu zaubern ohne Umweg über "Sonderzeichen einfügen", und dann mal geschaut, welche halbwegs vernünftig anmutenden Fonts ein solchiges ebenso vernünftig aussehend drin haben. Dank Unicode könnte man ja fast an die Renaissance des langen s in der Antiqua denken!

 
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Beiträge: 2
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  erstellt am: 19.5.2007 um 11:03
quote:

»Man kann Sprache ändern … die Sprache schöner machen … visuelle Ebene … relativ oberflächlich.« Verzeih mir, lieber Kollege, aber Du kannst die Sprache nicht ändern. Sie ändert sich auch ohne Dich :–) Und es geht nicht darum, etwas ›oberflächlich schöner zu machen‹. Aus diesem Absatz spricht eine unreflektierte Geringschätzung des Visuellen als Repräsentation des Lingualen. Für mein Verständnis eine für einen Typographen sehr bedenkliche Einstellung. Wir sind keine »Dekorateure«, sondern wir haben der Sprache ein angemessenes Kleid zu geben. Nur darum geht es.

Andreas Stötzner



Ich bin kein Typograph und komme auch nicht aus diesem Bereich. Ich möchte jedoch meine Meinung von außerhalb des Tellers beitragen. Ich hoffe ich stoße damit niemandem vor den Kopf.

Als jemand der Schrift nur "gebraucht" oder als Stilmittel einsetzt möchte ich zu folgender Lösung sagen:



Rein optisch ist unten links möglicherweise die eleganteste Lösung. Sie ist gut zu unterscheiden und ließe sich auch wunderbar handschriftlich umsetzen.
Aber: Ich schreibe seit jeher (und da bin ich wohl nicht der Einzige) das ß mit einem langen Strich nach unten und "schlängel oben nur noch was dran". Eine Kombination aus dem Entwurf links unten im Bild, jedoch mehr zusammengerückt und mit einem langen Strich nach unten wäre aus meiner Sicht die treffendste Lösung.

Grüße, Richard Gordon

PS: Bitte mitteilen wenn die Experten hier unter sich bleiben möchten.


[Editiert am 19/5/2007 von rgf]

 
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Beiträge: 810
Registriert: 9.6.2002
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  erstellt am: 19.5.2007 um 14:09
Hallo Richard,

sorry, wenn da etwas falsch rüber gekommen ist oder Geschriebenes falsch verstanden werden kann. Hier ist kein elitärer Zirkel, der abgeschottet von außen an irgendwelchen Buchstaben ’herum erfindet’ und sich ansonsten selbst genügt. In diesem Forum geht es ganz speziell um das versale Eszett, was es offiziell bis dato nicht gegeben hat. Das Unbehagen am Fehlen dieses Buchstaben zeigte sich immer dann, wenn der Anwender mitten im Versalsatz diesen Kleinbuchstaben platziert hat, weil er keine Wahlmöglichkeit hatte.

Begonnen wurde diese Diskussion in diesem Forum hier, weil nach einem gleichen Aufruf Herrn Stötzners an alle interessierten Schriftgestalter keine Resonanz erfolgte. Stötzner war sehr wohl bereit, die theoretische Grundsatz-Arbeit zur Eingabe des Proposals zu übernehmen, wollte aber dennoch etwas Feedback seitens der Schriftgestalter haben, wie sie es sich vorstellen konnten.

Teilweise wurden sehr interessante Beiträge eingereicht, insgesamt sehr ernsthaft diskutiert – auch im Forum »typografie.info« von Ralf Herrmann zum gleichen Thema. Das war im Juno 2005, also ein knappes Jahr, bevor Stötzner 2006 seine Forschungen zu diesem Thema in der Zeitschrift SIGNA 9 veröffentlicht hat. Es gab bis dato und gibt immer noch kein verbindliches (oder gar vorgeschriebenes) Zeichen für den Buchstaben ’versal Scharf-s’.

Es gibt aber sehr wohl die von den Stötzners in SIGNA 9 gemachten Untersuchungen (Lesbarkeit, Unterscheidbarkeit, etc.) und die daraus resultierende Bevorzugung der s. g. »Dresdner Form«, aber letztlich muss jeder Schriftgestalter diese Frage für sich klären, welche Form seiner Meinung nach zu seinem Alphabet passt. Stötzner wollte nur die Möglichkeit schaffen, den fest definierten Codepoint. Er kann und wird niemanden dazu zwingen, einen Buchstaben so oder so aussehen zu lassen.

Schau dir bitte mal in einem SansSerif Alphabet den Buchstaben des kleinen g an. Es kann entweder ein s.g. Brillen-G sein (zweistöckig wie bei der Syntax) oder eines mit einer Schlaufe nach unten (wie bei der Frutiger). Du wirst beide problemlos lesen können, weil sich die Entscheidung des Gestalters nach den anderen Glyphen seines Alphabetes gerichtet hat. Schau dir den Buchstaben »&« an; du wirst selten eine Form dieser Glyphe in zwei Alphabeten gleich finden – und dennoch jedesmal dechiffrieren können. Und genau so wird es beim versalen Scharf-s sein. Du wirst Alphabete finden, bei denen dir dieser Buchstabe besonders gelungen erscheint und eben auch welche, wo es dein Lesefluss stoppt.

DIE Form, also die e-n-d-gültige, wird es jedoch nie geben. Es wird viele Varianten geben. Und nun (hoffentlich bald) auch diesen Buchstaben in Unicode. Egal, ob er eine Unterlänge haben wird oder einen dicken Bauch. Man wird ihn lesen können und er wird hoffentlich dann typographisch korrekt sein…

[preusss]

--
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irrt
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sich gar sehr. (Jan Tschichold)

 
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Beiträge: 2
Registriert: 19.5.2007
Status: Offline

  erstellt am: 19.5.2007 um 15:51
Hallo preusss,

quote:
Hallo Richard,
Es gibt aber sehr wohl die von den Stötzners in SIGNA 9 gemachten Untersuchungen (Lesbarkeit, Unterscheidbarkeit, etc.) und die daraus resultierende Bevorzugung der s. g. »Dresdner Form«, aber letztlich muss jeder Schriftgestalter diese Frage für sich klären, welche Form seiner Meinung nach zu seinem Alphabet passt. Stötzner wollte nur die Möglichkeit schaffen, den fest definierten Codepoint. Er kann und wird niemanden dazu zwingen, einen Buchstaben so oder so aussehen zu lassen.

[preusss]


Danke für deine Antwort.
Auch ich habe die Problematik beim Gestalten von Webseiten oder Software: Mich stört das kleine ß ungemein. Aus diesem Grunde – und durch den Artikel bei Heise bin ich hierauf gestoßen. Bis dato musste ich mir immer eine Speziallösung einfallen lassen um dem Kundenwunsch gerecht zu werden. Der Kunde möchte beispielsweise einen bestimmten Begriff, oder Namen unbedingt in Großbuchstaben – oder noch schlimmer: Ein Firmen-Kunstname "ßol" (Scharfes S am Anfang!) – unglaublich aber wahr, sowas wird wirklich angedacht.

Was mache ich da als Gestalter und Programmierer mit solch einem Wunsch? Ich habe keine Chance das irgendwie gut aussehen zu lassen – es ist einfach gruselig das kleine ß einfach Groß zu machen. Daher war mein Ansatz in diesem Punkt derjenige den ich oben beschrieben habe (es kommt dem sehr nahe im Bild), nur habe ich ebend den Strich nach unten Verlängert, da es gestalterisch einfach nicht anders ging.

Schlussendlich ist aber ein solcher Kunstname ohne einen wiedererkennbaren "echten" Unicode-Buchstaben sinnlos, deswegen verfolge ich dieses Thema hochinteressiert.

Grüße, Richard


PS: Wer um himmels WIllen hat eigentlich dieses Forum programmiert, GUI-technischer Obergrusel!


[Editiert am 19/5/2007 von rgf]

 
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Administrator




Beiträge: 810
Registriert: 9.6.2002
Status: Offline

  erstellt am: 20.5.2007 um 13:32
Da das Thema jetzt weg vom eigentlichen führt, welches hier diskutiert werden soll, habe ich diesen Beitrag in einen neuen Strang kopiert. Bitte das Thema mit Brillen-G und verschiedenen Formen des Minuskel-a dort weiter diskutieren; hier nur Thema versales Eszett!

[preusss]

 
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Junior Member




Beiträge: 5
Registriert: 24.5.2007
Status: Offline

  erstellt am: 24.5.2007 um 06:57
Hallo,

ich denke, es kann verschiedene Formen parallel geben, so wie es verschiedene Formen beim "a" gibt. Ein wichtiger Punkt für die Akzeptanz wäre auch ein Design für die Schreibschrift.

"Baßsaite" empfinde ich nicht als sonderlich gutes Beispiel, denn es ist in alter Rechtschreibung. (Wenn man es als Namen betrachtet, geht es aber.)

--
Viele Grüße von Hutschi

 
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Beiträge: 1
Registriert: 24.5.2007
Status: Offline

  erstellt am: 24.5.2007 um 07:20
Ich bin typographioscher Laie, aber sehr an der deutschen Sprache interessiert. Die Mehrheit der bisherigen Vorschläge für eine ß-Versalie sieht Meinung nach aus wie Minuskeln. Die Officina Serif-Versalie im Beitrag von stoetzner ist allerdings nicht so schlecht: Sie hat zumindest die Anmutung einer Versalie, wenn auch die Minuskel-Form als Vorlage diente.

Der Vorschlag von sprma mit dem quergestrichenen S finde ich ästhetisch gut and funktionell sehr gut und eingängig. Weiß jemand, wie dieser Vorschlag offiziell ankommt oder ist er schon wieder vergessen?

Wenn man schon eine ß-Versalie einführen will, so müßte das neue Zeichen erstens perfekt als Versalie erkennbar sein und sich zweitens ausreichend deutlich vom kleinen ß unterscheiden. In einem Text aus Versalien darf das neue Zeichen absolut nicht fremdartig aussehen! Wenn man sich vor Augen hält, wie griechische Versalien, obwohl sie uns fremdartig vorkommen, wirklich genau wie Versalien aussehen, so liegt es nicht am "neuen Zeichen", sondern einzig an der Umsetzung – vielleicht fühlen sich Typographen zu sehr an die gegebenen Buchstaben gebunden? Kann man sich vielleicht von den altgriechischen Versalformen inspirieren lassen?

Kajjo

 
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Beiträge: 2
Registriert: 25.5.2007
Status: Offline

  erstellt am: 25.5.2007 um 10:44
Dieser Beitrag wurde als Nachricht auf der Startseite veröffentlicht, da wir denken, er gehört eher dort hin als hier her. Wer über dieses Thema diskutieren möchte, kann es in diesem Thread machen.

[Editiert am 5-6-2007 von preusss]

 
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Beiträge: 1
Registriert: 7.6.2007
Status: Offline

  erstellt am: 7.6.2007 um 10:30
Hallo zusammen,

ich habe heute interessiert die Diskussion verfolgt und möchte mal einen praktischen Aspekt einfügen, den ich für problematisch halte: wo soll das Versal-ß denn auf der Tastatur hin! Schließlich sitzt da ja das Fragezeichen! Wenn keiner den neuen Buchstaben verwenden kann…

 
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Beiträge: 186
Registriert: 20.8.2003
Status: Offline

  erstellt am: 7.6.2007 um 11:20
quote:
wo soll das Versal-ß denn auf der Tastatur hin


Naja, welche Tastatur zeigt schon alle Zeichen? Bei Unicode brauchst Du dann einige zehntausend Tasten!

Bei jedem Betriebssystem gibt es mittlerweile ein kleines Programm zur Auswahl der Zeichen und über OpenType-Features kann die Ersetzung automatisiert werden.

 
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  erstellt am: 7.6.2007 um 11:53
Hallo dagobert, guter Hinweis das mit der fehlenden Taste. AltGr+ß geht ja auch nicht, weil da schon der backslash \ liegt. Aber ich habe gehört, dass die Tastatur-Hersteller sich da was überlegen wollen. Wie wäre es mit der Kombination ^ß?

Ansonsten würde ich Michel_M.s Vorschlag folgen und ein Hilfsprogramm einsetzen. Aber die üblichen Sonderzeichenmenüs sind ein bisschen umständlich. Für Windows-Nutzer empfehle ich Šibboleth (www.sonderzeichenhilfe.de/eingabehilfe.html), das deckt alle lateinischen Sonderzeichen im europäischen Raum ab (ę ī ł ð ż ń č …). Aus ss# wird automatisch ß, die nächste Version wird dann entsprechend SS# in ein Versal-ß umwandeln.

 
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