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Sobald ein Buchstabe nicht mehr als Binär- oder Hexadezimalcode gespeichert ist, sondern mit einem Schriftfont zu Papier oder auf den Bildschirm gebracht wird, ist er nicht mehr nackt – er kleidet sich an. --- Bertram Schmidt-Friderichs
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Letzte Aktivität: 6.9.2010 um 09:24
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AK_CCM
Newbie   Beiträge: 4 Registriert: 6.3.2010 Status: Offline
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erstellt am: 6.3.2010 um 14:36 |
Hallo in die Runde,
warum werden einige kleine g's unten an Stelle eines "abgerundeten Hakens"
mit einem "Kringel" dargestellt? Gibt es dafür einen Fachbegriff?
Gruß, Andreas |
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AK_CCM
Newbie   Beiträge: 4 Registriert: 6.3.2010 Status: Offline
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erstellt am: 7.3.2010 um 02:28 |
Besten Dank für die umfassende Auskunft. Hatte fälschlicherweise
vermutet, dass das Brillen-g entwickelt wurde, um sich deutlicher vom
kleinen q zu unterscheiden – auf eine modebedingte Entwicklung wäre
ich nicht gekommen.
Selbst bin ich kein Freund des Brillen-g, weil es für meinen Geschmack
etwas altbacken wirkt. Deshalb spiele ich mit dem Gedanken, das Logo
unserer Gesellschaft zu modifizieren. Dessen Schriftzug wurde mit dem Font
Calibri gestaltet. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich ein g einer
anderen Schrift einbauen sollte, das der verwendeten Schrift nahe kommt
oder macht es mehr Sinn, für den gesamten Schriftzug einen anderen Font zu
verwenden?
Andreas |
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preusss
Administrator   Beiträge: 798 Registriert: 9.6.2002 Status: Offline
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erstellt am: 6.3.2010 um 14:55 |
Es gibt zwei verschiedene Formen des kleinen g: das s.g. Brillen-g mit
kleiner o-Form oben und Schlaufe unten (wie in den meisten Antiquas) und
jenes, was du als »abgerundeten Haken« bezeichnest. Dies ist die
modernere Form, die selten bei einer Antiqua aber oft bei
SansSerif-Schriften verwendet wird.
Neuerdings gibt es auch die alte Antiqua-Form mit verkrüppelter Schlaufe
(oder offener Punze, wenn das besser klingt), um durch diese Schlaufe nicht
so weit in den unteren Raum vordringen zu müssen. Diese Verschleifungen,
Änderungen und neuen Versuche sind zu jeder Zeit unternommen worden und
zeigen nur an, dass auch Formen für Buchstaben nicht endgültige, absolte
Werte – sondern auch Änderungen unterworfen sind. Zeitgeschmack,
besondere Einsatzgebiete oder persönliche Vorlieben machen Änderungen
möglich.
preusss
-- Wer meint, er verstehe was von Schrift, weil er es ja lesen könne, irrt
sich gar sehr. (Jan Tschichold) |
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