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Zitate
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Der Begriff des Schönen darf natürlich nicht mit dem des Guten und Nützlichen verwechselt werden. Aber es sind doch im Grunde gleichsam drei verschiedene Ansichten einer und derselben Sache, von verschiedenen Seiten gesehen. --- Giambattista Bodoni
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| Tipps und Tricks > Fontdesign - Euro Sign > Der Euro (Teil III) -- Euro im Eigenbau |  | Der Euro (Teil III) -- Euro im Eigenbau | Der dritte Teil dieses Beitrages über den Euro handelt davon, wie man in einem bestehenden oder neuen Font das EURO-SIGN einbauen kann. Dieses Symbol ist etwas eigenwillig, da es leider nie als Buchstabe geplant war und nun doch einer ist.
Wenn wir von Zeichsätzen, Buchstaben und Glyphen reden, müssen wir zuerst klären, was darunter prinzipiell zu verstehen ist. Jeder Font, egal ob TrueTye, Type1 oder OpenType auf Macintosh, Unix oder Windows, ist eine kompilierte Form von Vectorzeichen (oder Bitmaps - darauf werde ich aber hier nicht eingehen) und diversen Tabellen.
Buchstabe, Glyphen und Fonts Eine Glyphe ist die Darstellung eines Buchstaben. Der Buchstabe »Versal A« (Capital Letter A) wird durch das Glyph »A« symbolisiert, erst einmal unabhängig von betreffenden Font. Ein Font ist eine Ansammlung von verschiedenen Glyphen. Das Betriebssystem ist nun in der Lage, beim Tastaturdruck auf die entsprechende Taste aus einer Tabelle den entsprechenen Buchstaben aus einer Tabelle (im Font enthalten) zur Verfügung zu stellen, anzuzeigen oder auszudrucken.
Buchstaben Codes Ob der Buchstabe jedoch in kyrillisch, aramäisch oder Latin1 dargestellt wird, wird durch entsprechende Single-Byte-Zeichensätze (SBCS) gesteuert. Dieses ist eine ausreichende Anzahl zum Kodieren der meisten Buchstaben, die für Westeuropa benötigt werden. Z.B. enthält der erweiterte Windows ANSI-Zeichensatz 256 Buchstaben, die aus lateinischen Buchstaben, arabischen Ziffern, Interpunktion und anderen (zeichnenden) Buchstaben bestehen.
Unicode Unicode ist eine 16-Bit Codierung, welche viele Buchstaben umfasst, die im weltweiten allgemeinen Textaustausch benutzt werden. Jeder Unicode-Wert verweist eindeutig auf genau einen Buchstaben. Alle Unicode-Werte sind Doppelt-Byte Werte. Im Vergleich muß ein Doppelt-Byte-System feststellen, welche Werte in einer Zeichenfolge Single-Byte-Zeichencodes sind und welche Doppel-Byte-Zeichencodes sind. Alle modernen Betriebssysteme arbeiten intern auf der Basis von Unicode.
Codepages Die Bedeutung der Bezeichnung »codepage« hat über die Zeit verändert. Nur eine Definition soll uns jetzt interessieren: In Windows ist eine codepage eine Liste von vorgewählten Zeichencodes in einer bestimmten Reihenfolge. Codepages werden normalerweise definiert, um spezifische Sprachen oder Gruppen von Sprachen zu unterstützen. Z.B. liefert die Codepage 1253 die Zeichencodes, die im griechischen Schriftsystem gefordert sind.
Die Codepage für Latin1 (1252) umfasst folgende Zeichen:

Uns interessiert jedoch wieder nur die Einbindung des EURO-Symboles innerhalb dieses Systems. Wir können aus der oberen Tabelle ersehen, dass das Euro-Symbol sowohl die Unicode Index-Nummer 20AC als auch den Hexadezimalen Wert von 80 hat. Der Einfachheit halber sein der dezimale Wert von 128 ohne Erklärung genannt, der besagt, dass beim gleichzeitigen Drücken der Tasten [Alt]+[0128] unter Windows das Eurosymbol ebenso aufgerufen werden kann, wie der direkte Druck auf die [AltGr]+[e].
Das sind die Eckdaten und der theoretische Hintergrund der Einbettung des neuen Zeichens in einem beliebigen Font. Jetzt geht es um die praktische Umsetzung:
In den offiziellen Beschreibungen ist zu lesen, dass er aus zwei Teilen besteht. Eines davon ist das Versal C oder das griechische Epsilon, das andere soll ein Doppelbalken in der Art des Gleichheitszeichens (equal) sein. Dem ist aber nicht so...
Da das Euro-Symbol ein monetäres Zeichen ist, also in einer Reihe mit dem Dollar-Sign [$], sterling-Sign [£] und Yen-Sign [¥] steht, muss es wie diese behandelt werden. Alle Finanz-Symbole stehen immer oder meistens mit Ziffern zusammen, sollten also an diese angepasst werden. Speziell in modernen Sans-Serif Fonts haben Ziffern eine gleiche Laufweite; die Zahlen selbst sind optisch vermittelt. Das versale C oder das Epsilon jedoch haben eine davon differierende Laufweite und würden neben Ziffern viel zu breit wirken. Deswegen muss das EURO-Zeichen neu geschaffen werden.
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